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 Sinkende Frauenanteile in unserer Partei

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BeitragThema: Sinkende Frauenanteile in unserer Partei   Fr Jul 18, 2008 2:16 pm

Betreff: Re: Sinkende Frauenanteile in unserer Partei

LIebe Edith, liebe Frauen, die mail ist lang, bitte macht euch die Mühe, sie zu Ende zu lesen.

Leider überraschen mich die Zahlen überhaupt nicht, denn es zeichnet sich seit langem ab. Es ist ein Spiegel unserer Wahlergebnisse, wo der Frauenanteil zwar nicht so krottenschlecht ist, wie bei den Eintritten, aber auch nicht gut. Die Gründe sind, glaube ich, sehr vielfältig und gar nicht oberflächlich. deshalb auch nicht mal locker mit 'ner Maßnahme zu beheben.

Es gibt ganz tiefe Gründe. Der erste ist, dass im Westen der Aufstand der Linken, der zur Gründung der WASG geführt hat, ein Aufstand von Männern war, die sich, für sie völlig überraschend, in einer Lage wieder wiederfandenfanden, in der Frauen lange sind. Ich flicke ein Zitat aus dem Feministischen Manifest ein:

"Jener westdeutsche Aufstand, der sich in der WASG-Gründung manifestierte, brauchte einen Verarmungsschub der männlichen Arbeiter! Arme Frauen, arme Mütter, arme Witwen haben jahrzehntelang nicht ausgereicht. Erst der in die Hartz-IV-Armut abrutschende, 30 Jahre lang malochende Arbeiter machte ein Gerechtigkeitsproblem sichtbar, nicht die sich zwischen Arbeit, Kindererziehung und Geldmangel aufreibende, schon immer arme Alleinerziehende."

Wir verdanken die Existenz der neuen Linken also einem - ja - Männeraufstand. Stefan Pollich hat mir vor kurzem gesagt: "angry white men".

Der zweite ist, dass diese Entwicklung, diese Ausgangsbasis, nicht wahr genommen, geschweige denn reflektiert und kritisch gesehen wird. Denn die "Angry white men" schleppen ihren patriarchalen Ballast ja mit sich rum, nämlich zu glauben , sie seien die Menschheit. Folglich ihre Interessen Menschheitsinteressen. Folglich ihre Strategien, die sie erfühlen, undiskutierbar. Das was Linke ausmacht, Kritikfähigkeit nämlich, erschöpft sich im Wettern gegen Hartz IV. Und ist damit unzulänglich. Diese wachsende Kritikunfähigkeit setzt sich rasend schnell fort, in allen Bereichen sind die schnellen, populistischen Lösungen en vogue.

Der dritte ist eine Frage der Geschwindigkeiten. Der Aufstand der "angry white men" ist rasant, hat eine irre Dynamik, bringt den politischen Gegner ja auch schier um den Verstand. Gegen dieses Aufbäumen ist jede sonstige Kritik völlig unscheinbar. Nicht umsonst spielen selbst Menschheitsthemen eine Nebenrolle, wie die Klimakatastrophe, die Ressourcenknappheit, Hunger, usw. im Gegenteil: die Ressourcenknappheit findet sich als Forderung nach Senkung der Mineralölpreise wieder. Sozial ist, den Mehrwertsteuersatz auf Mineralöl zu senken, damit auch die Armen weiter Auto fahren können. Banalisierung der Probleme also, entlang dem Bewusstseinspegel der "angry white men".

Der vierte ist, dass wir Frauen - aber nicht nur wir Frauen!! - gerade strategisch versagen. Das tun wir nicht, weil wir so doof sind. Unter den VersagerInnen sind sehr kluge Leute. Sondern weil wir uns nicht in der Lage sehen - hmm und uns versetzen!!, den vorhandenen Aufstand (der angry white men) in einen Aufstand für einen Emanzipationsschub umzumünzen oder weiter zu entwickeln. Vielleicht WEIL wir Frauen sind und eben darum keinen Zugang (access!!) haben zu den Bereichen/Ebenen/Zirkeln, wo das diskutiert wird - oder eben auch nicht!
Die Kehrseite der Medaille ist nämlich, dass uns dieser Aufstand - weil wir ihn nicht ummünzen können in einen emanzipatorischen Schub - droht, aus dem Ruder zu laufen. Weil es keine emanzipatorischen Grenzziehungen gibt, schwappt uns allerhand in die Partei. In der linken kann sich gegenwärtig wohlfühlen, ohne in Frage gestellt zu werden, wer ausländerfeindlich, sexistisch, eurozentristisch, homophob und noch vieles andere ist.

Fünftens: Es gibt noch eine rheinland-pfalz-spezifische Ausformung. hier tobt der Kampf. zwischen???? Männern! Und Frauen, die ihnen zugeordnet werden, den Lagern nämlich. Ich vermute aber, dass das nicht nur ein rlp-spezifisches Problem ist, sondern allen Lagern anhaftet. Den demokratischen Sozialisten, der Sozialistischen Linken, der Kommunistischen Plattform (um nur die zu nennen, die sich Namen geben). Will sagen: die Frauen formulieren unzureichend ihre eigenen Interessen. Die Frage, die sich mir stellt, ist: können wir das? wollen wir das? Warum tun oder können wir das nicht? Ich habe mit weiblicher Autonomie nur gute Erfahrungen gemacht, allerdings nicht in patriarchalen Organisationen oder unter patriarchaler Hegemonie. Aber das muss ja nicht so bleiben.

vielleicht steigen wir hiermit in eine diskussion ein?

herzlichste Grüsse
christel

Lilith Edith Preiss schrieb:

Liebe Frauen, ich wünsche Euch einen guten Tag!

Erstaunt habe ich die rückläufigen prozentualen Mitgliederzahlen von Frauen auf der Homepage gesehen. Und dann erschreckt festgestellt, dass bundesweit in 2008 der Frauenanteil bei Neueintritten nur noch  24,4% beträgt.

Im Zusammenhang mit den neuen Diskussionen über die Quote denke ich, das ist ein wichtiges Thema für uns.

Was wisst ihr über die Gründe?  

Viele solidarische Grüße  Edith
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Lebensfreude

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BeitragThema: Re: Sinkende Frauenanteile in unserer Partei   Di Sep 16, 2008 12:48 am

Hallo ihr lieben Weibsbilder lol!

mit Interesse habe ich gerade den Beitrag gelesen, und um antworten zu können, hab ich mich wacker angemeldet. Very Happy

Wichtig ist m. E. nicht unbedingt die Quantität - die Qualität ist vielmehr ausschlaggebend.

Die richtigen Frauen am richtigen Ort zur richtigen Zeit - und viel mehr Frauen würden sich trauen "mitzumachen".

Auch hierbei sind evtl. nicht nur die angeführten "Männerkämpfe" - hehe, ich muß jetzt gerade an Hahnenkämpfe denken lol! , das Tempo, oder Patriarchismus ausschlaggebend.

Ich glaube eher, daß es im Moment die allegmeine, durch bekannte Medien gesteuerte, Stimmungsmache im allgemeinen ist.

Und die richtet sich nicht nur gegen "die neue Unterschicht" - sondern eben auch gegen die Linke.

Ich selbst bin erst seit Kurzem Partei-Mitglied - zum völligen Entsetzen meines näheren Umfeldes - hehe, meinem Schwiegervater, der mittlerweile 75 Jahre alt ist, dürfte ich davon kein Wort sagen - er würde - als eingefleischter SPD´ler, auf der Stelle tot umfallen lol!

Hier greift m. E. die Manipulation in vollem Umfang - und gerade jüngere Frauen mit Kindern richten sich oftmals noch nach dem was "allgemeingültig" gedacht, gesagt, und gelebt wird.

Hehe, was jetzt nicht heißen soll, daß ich schon alt bin What a Face

Was ich damit sagen will? Es erfordert Mut, einen Weg einzuschlagen und auch noch dazu zu stehen.

Erschwerend kommt noch hinzu, daß Frauen immer noch impliziert wird - ebenfalls durch die Medien z. B., daß sie in erster Linie "nährend, empfangend, fürsorgend" zu sein haben. Während der Mann als das absolute Non plus Ultra-Ernährungsmodell gefeiert wird.

Diese Vorstellung wird bar jeder Realität aufrecht erhalten.

Um die Frauen-Quote wieder anzuheben bedarf es Fingerspitzengefühl, denn den meisten Frauen in unserem Land muß erst mal der Rücken gestärkt werden - sie müssen wieder dahin gebracht werden, daß sie sehen, spüren und leben wer sie wirklich sind: nämlich starke und mutige Wesen mit einer Stimme, die garantiert gehört wird.

Naja, das war mein Senf dazu. flower

Ich finde es schade, daß dieses Forum mehr oder weniger schon tot ist.

Ich schicke aber dennoch einfach mal liebe Grüße in die Runde, auch wenn der Ruf vielleicht verhallen sollte.

Lebensfreude
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Baerbel Schultze



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BeitragThema: Sinkende Frauenanteile in unserer Partei   Mo Okt 18, 2010 12:33 pm

Liebe Alle,

auch wenn dieser Artikel schon "uralt" ist, zeichnet er für mich ein aktuelles Bild in unserer Partei.

Ich bin seid etwas über einem Jahr dabei und

1. stosse ich auch in Familien- und Freundeskreisen auf Unverständnis

2. treffe überwiegend auf Männer im Kreisvorstand, in der Fraktion. Frauen sind eher nur
namentlich vorhanden, denn sie müssen Geld verdienen, Familiie versorgen etc. und kommen
daher kaum dazu sich der Arbeit zu widmen für die sie sich ursprünglich einsetzen wollten


3. sind die Themen mit denen sich Fraktion und Kreisvorstand beschäftigen allesamt ohne einen
Gedanken auf Auswirkungen die sie auf Frauen haben könnten.

4. Glaube ich, dass Frauen die sich noch nicht politisch engagieren sicherlich nichts mit einer
Frauenquote und Gleichstellungsparolen anfangen können, sondern sie wollen endlich das Gefühl
bekommen dass sich eine Partei wirklich mit ihren Sorgen und Nöten befasst. Auch wenn wir
(dass männliche Geschlecht glaubt ja auch immer unsere Bedürfnisse zu kennen) glauben, dass
wir diese kennen, so hilft oftmals ein Gespräch mit Frauen um zu erfahren worum es ihnen
geht.
Zum Beispiel darum das der Niedriglohnsektor nicht nur zu einer knappen und unzureichenden
Haushaltslage bei ihnen führt sondern sie mehr als zuvor auch dem Erwerbsleben nachkommen
müssen um dies einigermassen ausgleichen zu können. Oder dass ihnen die ständige Sorge ihre
Kinder nicht ausreichend versorgen zu können so zu schaffen macht, dass sie depressiv werden.
Der Kreislauf der Sorge sie erdrückt sie ihre Träume und Wünsche immer mehr in den
Hintergrund schieben und das Leben einfach keinen Spass mehr macht.

Ich werde versuchen in unserem Kreisverband einen Weg zu finden der Frauen die Gelegenheit gibt zu sagen was für sie wichtig ist und ich werde versuchen den Kreisverband auf diese Themen aufmerksam zu machen und ihn dazu zu bringen sich für diese Themen einzusetzen. Wenn dies gelingt, dann kann es auch klappen mehr Frauen das Gefühl zu vermitteln dass wir sie ernst nehmen und daran zu glauben dass wir gemeinsam stark sind und stärker werden.

herzlichst und solidarisch Bärbel


Admin schrieb:
Betreff: Re: Sinkende Frauenanteile in unserer Partei

LIebe Edith, liebe Frauen, die mail ist lang, bitte macht euch die Mühe, sie zu Ende zu lesen.

Leider überraschen mich die Zahlen überhaupt nicht, denn es zeichnet sich seit langem ab. Es ist ein Spiegel unserer Wahlergebnisse, wo der Frauenanteil zwar nicht so krottenschlecht ist, wie bei den Eintritten, aber auch nicht gut. Die Gründe sind, glaube ich, sehr vielfältig und gar nicht oberflächlich. deshalb auch nicht mal locker mit 'ner Maßnahme zu beheben.

Es gibt ganz tiefe Gründe. Der erste ist, dass im Westen der Aufstand der Linken, der zur Gründung der WASG geführt hat, ein Aufstand von Männern war, die sich, für sie völlig überraschend, in einer Lage wieder wiederfandenfanden, in der Frauen lange sind. Ich flicke ein Zitat aus dem Feministischen Manifest ein:

"Jener westdeutsche Aufstand, der sich in der WASG-Gründung manifestierte, brauchte einen Verarmungsschub der männlichen Arbeiter! Arme Frauen, arme Mütter, arme Witwen haben jahrzehntelang nicht ausgereicht. Erst der in die Hartz-IV-Armut abrutschende, 30 Jahre lang malochende Arbeiter machte ein Gerechtigkeitsproblem sichtbar, nicht die sich zwischen Arbeit, Kindererziehung und Geldmangel aufreibende, schon immer arme Alleinerziehende."

Wir verdanken die Existenz der neuen Linken also einem - ja - Männeraufstand. Stefan Pollich hat mir vor kurzem gesagt: "angry white men".

Der zweite ist, dass diese Entwicklung, diese Ausgangsbasis, nicht wahr genommen, geschweige denn reflektiert und kritisch gesehen wird. Denn die "Angry white men" schleppen ihren patriarchalen Ballast ja mit sich rum, nämlich zu glauben , sie seien die Menschheit. Folglich ihre Interessen Menschheitsinteressen. Folglich ihre Strategien, die sie erfühlen, undiskutierbar. Das was Linke ausmacht, Kritikfähigkeit nämlich, erschöpft sich im Wettern gegen Hartz IV. Und ist damit unzulänglich. Diese wachsende Kritikunfähigkeit setzt sich rasend schnell fort, in allen Bereichen sind die schnellen, populistischen Lösungen en vogue.

Der dritte ist eine Frage der Geschwindigkeiten. Der Aufstand der "angry white men" ist rasant, hat eine irre Dynamik, bringt den politischen Gegner ja auch schier um den Verstand. Gegen dieses Aufbäumen ist jede sonstige Kritik völlig unscheinbar. Nicht umsonst spielen selbst Menschheitsthemen eine Nebenrolle, wie die Klimakatastrophe, die Ressourcenknappheit, Hunger, usw. im Gegenteil: die Ressourcenknappheit findet sich als Forderung nach Senkung der Mineralölpreise wieder. Sozial ist, den Mehrwertsteuersatz auf Mineralöl zu senken, damit auch die Armen weiter Auto fahren können. Banalisierung der Probleme also, entlang dem Bewusstseinspegel der "angry white men".

Der vierte ist, dass wir Frauen - aber nicht nur wir Frauen!! - gerade strategisch versagen. Das tun wir nicht, weil wir so doof sind. Unter den VersagerInnen sind sehr kluge Leute. Sondern weil wir uns nicht in der Lage sehen - hmm und uns versetzen!!, den vorhandenen Aufstand (der angry white men) in einen Aufstand für einen Emanzipationsschub umzumünzen oder weiter zu entwickeln. Vielleicht WEIL wir Frauen sind und eben darum keinen Zugang (access!!) haben zu den Bereichen/Ebenen/Zirkeln, wo das diskutiert wird - oder eben auch nicht!
Die Kehrseite der Medaille ist nämlich, dass uns dieser Aufstand - weil wir ihn nicht ummünzen können in einen emanzipatorischen Schub - droht, aus dem Ruder zu laufen. Weil es keine emanzipatorischen Grenzziehungen gibt, schwappt uns allerhand in die Partei. In der linken kann sich gegenwärtig wohlfühlen, ohne in Frage gestellt zu werden, wer ausländerfeindlich, sexistisch, eurozentristisch, homophob und noch vieles andere ist.

Fünftens: Es gibt noch eine rheinland-pfalz-spezifische Ausformung. hier tobt der Kampf. zwischen???? Männern! Und Frauen, die ihnen zugeordnet werden, den Lagern nämlich. Ich vermute aber, dass das nicht nur ein rlp-spezifisches Problem ist, sondern allen Lagern anhaftet. Den demokratischen Sozialisten, der Sozialistischen Linken, der Kommunistischen Plattform (um nur die zu nennen, die sich Namen geben). Will sagen: die Frauen formulieren unzureichend ihre eigenen Interessen. Die Frage, die sich mir stellt, ist: können wir das? wollen wir das? Warum tun oder können wir das nicht? Ich habe mit weiblicher Autonomie nur gute Erfahrungen gemacht, allerdings nicht in patriarchalen Organisationen oder unter patriarchaler Hegemonie. Aber das muss ja nicht so bleiben.

vielleicht steigen wir hiermit in eine diskussion ein?

herzlichste Grüsse
christel

Lilith Edith Preiss schrieb:

Liebe Frauen, ich wünsche Euch einen guten Tag!

Erstaunt habe ich die rückläufigen prozentualen Mitgliederzahlen von Frauen auf der Homepage gesehen. Und dann erschreckt festgestellt, dass bundesweit in 2008 der Frauenanteil bei Neueintritten nur noch  24,4% beträgt.

Im Zusammenhang mit den neuen Diskussionen über die Quote denke ich, das ist ein wichtiges Thema für uns.

Was wisst ihr über die Gründe?  

Viele solidarische Grüße  Edith
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Baerbel Schultze



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BeitragThema: Re: Sinkende Frauenanteile in unserer Partei   Mo Okt 18, 2010 12:40 pm

Hallo Lebensfreude,

die Hahnenkämpfe sah ich auch gerade vor mir und auch die Hähne die eine Henne zu Fall brachten. Kaum zu fassen aber wohl menschlich und auch in dieser Partei möglich.

Ich glaube auch, dass es erstmal darauf ankommt den Frauen den Rücken zu stärken und zu erfragen was sie wollen und ob das was sie wollen wirklich ihr Wunsch und Wille ist oder ein gelebtes Manipulationsdenken/wünschen.

Es erfordert Mut, Durchhaltevermögen und Zeit mit Frauen in Kontakt zu kommen und mit ihnen zu reden. Persönlich scheue ich mich immer davor zu glauben ich/wir wissen genau was Frau will und braucht und gehe lieber den langsameren und mühseligeren Weg der Gespräche mit Frauen die nicht aus intelektuellen Kreisen stammen, die nicht gelernt haben öffentliche Reden zu schwingen und bin erstaunt wie viele von ihnen froh sind endlich mal gehört zu werden und reden zu dürfen.

Herzlichst
Bärbel

Lebensfreude schrieb:
Hallo ihr lieben Weibsbilder lol!

mit Interesse habe ich gerade den Beitrag gelesen, und um antworten zu können, hab ich mich wacker angemeldet. Very Happy

Wichtig ist m. E. nicht unbedingt die Quantität - die Qualität ist vielmehr ausschlaggebend.

Die richtigen Frauen am richtigen Ort zur richtigen Zeit - und viel mehr Frauen würden sich trauen "mitzumachen".

Auch hierbei sind evtl. nicht nur die angeführten "Männerkämpfe" - hehe, ich muß jetzt gerade an Hahnenkämpfe denken lol! , das Tempo, oder Patriarchismus ausschlaggebend.

Ich glaube eher, daß es im Moment die allegmeine, durch bekannte Medien gesteuerte, Stimmungsmache im allgemeinen ist.

Und die richtet sich nicht nur gegen "die neue Unterschicht" - sondern eben auch gegen die Linke.

Ich selbst bin erst seit Kurzem Partei-Mitglied - zum völligen Entsetzen meines näheren Umfeldes - hehe, meinem Schwiegervater, der mittlerweile 75 Jahre alt ist, dürfte ich davon kein Wort sagen - er würde - als eingefleischter SPD´ler, auf der Stelle tot umfallen lol!

Hier greift m. E. die Manipulation in vollem Umfang - und gerade jüngere Frauen mit Kindern richten sich oftmals noch nach dem was "allgemeingültig" gedacht, gesagt, und gelebt wird.

Hehe, was jetzt nicht heißen soll, daß ich schon alt bin What a Face

Was ich damit sagen will? Es erfordert Mut, einen Weg einzuschlagen und auch noch dazu zu stehen.

Erschwerend kommt noch hinzu, daß Frauen immer noch impliziert wird - ebenfalls durch die Medien z. B., daß sie in erster Linie "nährend, empfangend, fürsorgend" zu sein haben. Während der Mann als das absolute Non plus Ultra-Ernährungsmodell gefeiert wird.

Diese Vorstellung wird bar jeder Realität aufrecht erhalten.

Um die Frauen-Quote wieder anzuheben bedarf es Fingerspitzengefühl, denn den meisten Frauen in unserem Land muß erst mal der Rücken gestärkt werden - sie müssen wieder dahin gebracht werden, daß sie sehen, spüren und leben wer sie wirklich sind: nämlich starke und mutige Wesen mit einer Stimme, die garantiert gehört wird.

Naja, das war mein Senf dazu. flower

Ich finde es schade, daß dieses Forum mehr oder weniger schon tot ist.

Ich schicke aber dennoch einfach mal liebe Grüße in die Runde, auch wenn der Ruf vielleicht verhallen sollte.

Lebensfreude
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