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 das interview miit dem ND

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frigga



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BeitragThema: das interview miit dem ND   So Sep 09, 2007 2:21 pm

liebe alle
hier das Interview mit dem ND, - die Fragen, meine antworten
bitte sagt, was ich falsch gemacht habe, das so wenig bei einer befreundeten zeitung dabei herauskam, und wie ich es in Zukunft anstellen muss. Ich denke, wir alle werden auch in Zukunft viele Interviews geben, was ja auch eine Chance ist, unsere Vorstellungen öffentlich zu machen und diskutierbar. Also was tun

und hier also der Text:
<BLOCKQUOTE style="PADDING-LEFT: 5px; MARGIN-LEFT: 5px; BORDER-LEFT: blue 2px solid">Sehr geehrte Frau Haug,

ich schreibe anlässlich des einhundertsten Jahrestages der ersten
internationalen sozialistischen Frauenkonferenz einen Artikel für das
ND. Neben einem geschichtlichen Rückblick möchte ich auch einen Bezug zu
heute herstellen.

Dazu möchte ich Ihnen einige Fragen stellen:

Einhundert Jahre nach der Konferenz: Welche Bedeutung hat die Konferenz
heute für die Frauenbewegung?

Was wurde seit damals erreicht, was fehlt noch?

Vieles wurde seit damals erreicht (Frauenwahlrecht), vieles fehlt noch
(gleiche Bezahlung), wie würden Sie die Situation der Frauen heute – im
Verhältnis zu damals – beschreiben und bewerten?

Was sind heute die dringendsten Ziele?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir diese Fragen bald beantworten
können.

Mit freundlichen Grüßen
</BLOCKQUOTE>liebe Katharina Krebs


ich hatte die anfrage schon bekommen - aber schwierigkeiten so pauschal zu dneken
ich versuchs kurz und inmitten der ungeheuerlichen arbeit das historisch kritische wörterbuch des marxsimsu in diesem jahr fertigzustellen (also einen Band)
ad 1: Im Grunde gibt es seit etwa zwei Jahrzehnten keine Frauenbewgeung mehr, die man ermsthaft als Bewegung bezeichnen könnte - also gibt es für die Frage nach der Bedeutung der Konferenz vor 100 Jahren keine Adressatinnen mehr. Die bürgerliche Presse hat u.a. hartnäckig daran gearbeitet, jedes Geschichtsbewusstsien zu löschen. So gäbe es auch von daher wenig, um daran anzuknüpfen. Allerdings kann man/ können wir hoffen, das das Auftauchen der Linkspartei auch als eine Chance begriffen wird, dass sich die verlorenen Feministinnen und alten Kämpferinnen dort sammeln. Für sie sind solche Jahrestage von großer Bedeutung. Die Geschichte der Kämpfe zu studieren schärft die eigene Straegie, sich zu erinnern, schafft Selbstbewußtsein, ud dsie zu ehren, die ganz alten Kämpferinnen, fördert eigenen Mut.

ad 2. Die früheren Kämpfe für Frauenrechte zielten ja zunächst auf Wahlrecht, Bildung, Eigentum, - später auf gleichen Lohn, Arbeitsrechte, noch später auf Recht auf Arbeit, auf den eigenen Körper (Abteribung), Eherechtsreform, gegen Gewalt usw.
vieles davon wurde erreicht, vieles erledigte im Zug der gesellschaftlichen Umbrüche der Neoliberale Kapitalismus mit der Abschaffung des männlichen Enährers, Ausdehnung des Arbeitsbegriffs, Anerkennung der Hausfrauenarbeit, Flickwerk um die Vereinbarkeit von beruf und Familie, neuerlich gar Kinderkrippenplätze - dies zu erreichen braucht es keine Bewegung mehr. Es liegt im Zug der Zeit.
Was fehlt, ist ganz umfassend die Möglichkeit auch als Frauen auf die Gestaltung ihrer Lebensbedingungen Einfluss zu nehmen. Die Forderung, an gesellschaftlicher gestaltung teilzuhaben , trifft alle Gesellschaftsmitglieder. Für Frauen bedeutet es zusätzlich, die Gestaltung der fürsorglcihen Reproduktion der Menschen mit zu gestalten - und die dafür notwendige Kompetenz zu erwrrben. Kurz: was fehlt, ist der umfassende Einbezug von Frauen in die Gestaltung von Gesellschaft überhaupt. Ohne dies werden sie immer wieder und mit Notwendigekit zu den Repraturdiensten herangezogen, die der kapitalistische Porduktionsprozess nötig macht: sei es in Gestalt der Sorge für Alte, Kranke, Behinderte, Kinder , Verzweifelte, aus dem Prozess herausgefallene, deren Zahl sich ständig mehrt. D.h. Frauen müssen immer darauf gefasst sein, die Einbettunsgarbeit zu leisten, die im neoliberalen Kapitalsimus als Abbau des Sozialstaats wegfallen. Das Ziel ist ungeheur weit, die einzelnen Schritte, wie etwa die Quote in allen Entschedungsprozessen, müssen sogleich gegangen werdem.
ad 3. situation heute und damals. Ohne Zweifel sind Frauen öfffentlich geworden. War es noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar z.B., dass etwas so wichtiges wie nachrichten nicht von einem mann gesprochen wurden, erleben wir heute im symbolischen etwas wie eine feminisierung. Überall Frauen bis zur Bundeskanzlerin. Das verbessert die Situation der Frauen, dass sie sichtbar sind; zugleich vertieft sich die Spaltung von arm und reich - zu den Armen zählen in der Mehrzahl alleinerziehende Frauen mit Kindern. Dass Frauen sichtbar auch gewinnen können, macht auch, dass die Mehrzahl der Verliereinnen "selbst schuld" scheint- sie haben versagt, denkt das allgemeine Bewusstsein.
Die übers Internet und die Medien mögliche Gloablisierung von Wissen um das, was in der Welt geschieht und die Möglichkeit sich als Frauen zu vernetzen, zeigt auch die widersprüchliche Lage der Frauen in den Dritten Welten, und dass wir auch über sie sprechen müssen, wenn wir über Frauen reden. Ich meine damit die Proletarisierug von Frauen in Maquiladoras und Sweatshops, die geringen Löhne, die Zustände, wie zur Zeit der 1. Industrialisierung, und dennoch auch den Eintritt von Frauen in das Kollektiv der Lohnarbeiter, das niemals so groß war wie jetzt udn zunehmend weibilich ist. -
Die Frage ist im übrigen viel zu umfassend, denn ich müsste jetzt weiter ganze Aufsätze schreiben, über Mädchen, über Frauenhandel, über Billiglöhne, über das Wiederaufleben der Familie usw. - Kann ich jetzt nicht. ich muss zurück ins wörterbuch
herzlich
frigga haug
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Rote Nelke

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BeitragThema: Vermutung   Mo Sep 10, 2007 9:36 am

Liebe Frigga,

ich kann nur vermuten, warum dich das ND verstümmelt hat:

1) Es war nicht mehr Platz, bzw. wurde der Platz für deinen Text nachträglich reduziert, weil andere Themen mehr Platz bekamen.
2) Es war gar nicht an ein Interview gedacht, sondern du solltest lediglich Stoff für eine Meldung geben.
3) Deine Antworten haben der Redaktion nicht gefallen und deswegen wurden deine Antworten zusammengestrichen.

Es ist ein Irrglaube, dass wir unsere Darstellung in den Medien so stark beeinflussen können, dass alle unsere gewünschten O-Töne auch wiedergegeben werden. Die letzte Entscheidung hat IMMER die Redaktion. Wenn du das für die Zukunft nicht mehr möchtest, müsstest du einen Autorisation verlangen. Ob sich die Redaktion darauf einlässt, bleibt dann abzuwarten.

Herzliche Grüße, Kersten
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BeitragThema: oder nicht verstanden   Mo Sep 10, 2007 5:21 pm

Liebe Frigga,
liebe kersten, du hast wahrscheinlich recht und es gibt noch weitere mÖglichkeiten:
4. die Antwort wurde nicht verstanden
5. keine Zeit

leider sind in den medien diese beiden immer häufiger der Grund für schlechte berichte

Gruss
christel
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