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 Im Jahr 2007 ist Gender- nicht Frauenpoltik notwendig

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Sabine.Koernig



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BeitragThema: Im Jahr 2007 ist Gender- nicht Frauenpoltik notwendig   Mo Aug 20, 2007 3:19 pm

Bin nun seit ca. 8 Wochen auch offiziell politisch aktiv. Habe auch bei Lisa optimistisch reingeschnuppert. Alles kam mir komisch vor. Schon auf der Bahnfahrt zum Treffen NRW vor 4 Wochen sagt eine angebliche Gleichstellungsbeauftragte in einer Uni:

Wer Kinder bekommen will, braucht einen Ehemann. Sonst riskiert man sowas nicht....

Das saß. Vor 20 Jahren habe ich ein nicht geplantes Kind aus einer flüchtigen Affaire zur Welt gebracht. Inzwischen hat das super Abitur gemacht und so dachte ich mir, meine frei gewordenen Kapazitäten stecke ich in Politik, erst mal Frauenpolitik.

Ich lernte, dass Frauen zu Hause verdummen (das ist wohl mein Zustand), dass wir uns alle richtig gut respektieren und manches mehr.

In den ersten Wochen traute ich meiner eigentlichen Wahrnehmung nicht.

Heute presche ich vor und erkläre klipp und klar: LISA hat gar keinen Plan, ist überholt und gehört abgeschafft.

Hier ist man als Frau wie als Mann zu schnell im falschen Film.

Bitte ganz einfach alles, was rein für Frauen und von Frauen ist, abschaffen. Bankrott erklären.

Danach zusammen als Männer und Frauen für Gendergerechtigkeit kämpfen. Das funktioniert.

LISA ist deswegen peinlich, weil es nicht schnallt, dass Frauen überall woanders mehr agieren können als bei LISA.
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ConnySeltmann



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BeitragThema: EIN Treffen- und Du weißt, was LISA macht, tut und lässt???   Mo Aug 20, 2007 5:00 pm

Sabine.Koernig schrieb:
Bin nun seit ca. 8 Wochen auch offiziell politisch aktiv. Habe auch bei Lisa optimistisch reingeschnuppert. Alles kam mir komisch vor. Schon auf der Bahnfahrt zum Treffen NRW vor 4 Wochen sagt eine angebliche Gleichstellungsbeauftragte in einer Uni:

Wer Kinder bekommen will, braucht einen Ehemann. Sonst riskiert man sowas nicht....

Das saß. Vor 20 Jahren habe ich ein nicht geplantes Kind aus einer flüchtigen Affaire zur Welt gebracht. Inzwischen hat das super Abitur gemacht und so dachte ich mir, meine frei gewordenen Kapazitäten stecke ich in Politik, erst mal Frauenpolitik.

Ich lernte, dass Frauen zu Hause verdummen (das ist wohl mein Zustand), dass wir uns alle richtig gut respektieren und manches mehr.

In den ersten Wochen traute ich meiner eigentlichen Wahrnehmung nicht.

Heute presche ich vor und erkläre klipp und klar: LISA hat gar keinen Plan, ist überholt und gehört abgeschafft.

Hier ist man als Frau wie als Mann zu schnell im falschen Film.

Bitte ganz einfach alles, was rein für Frauen und von Frauen ist, abschaffen. Bankrott erklären.

Danach zusammen als Männer und Frauen für Gendergerechtigkeit kämpfen. Das funktioniert.

LISA ist deswegen peinlich, weil es nicht schnallt, dass Frauen überall woanders mehr agieren können als bei LISA.

Sagst Du uns auch, wo Frauen mehr agieren können oder beläßt Du es bei Plattheiten???

Wie es funktioniert, wenn Männer und Frauen gemeinsam agieren, sehe ich momentan in den Vorständen der Gründungsversammlungen in NRW, massenhaft Quotierung aufgehoben, im Rhein- Sieg Kreis von 8 Vorstandsmitgliedern 2 Frauen und dann auch noch lediglich Beisitzerinnen-

ich hoffe, die Leserinnen haben ein wenig Verständnis, wenn mich das nicht davon überzeugt, eine Frauenarbeitsgemeinschaft abzuschaffen- im Gegenteil, da kommt zukünftig noch mehr Biss rein- versprochen!!!
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Sabine.Koernig



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BeitragThema: Kannst du nicht lesen?   Mo Aug 20, 2007 9:33 pm

Genderungerechtigkeit gibt es. In vielen wichtigen Bereichen sind Frauene enorm benachteiligt. Jedoch - diese Benachteiligungen sind nur mit Männern gemeinsam zu bekämpfen. Bisher sind viele Frauen zu dumm, sich hier von Männern helfen zu lassen.

Gründet Gendergremien, die gemeinsam den Blick auf Genderungerechtigkeit stellen.

Was ihr macht, gibt keinen Sinn.

Grüße Sabine
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Rote Nelke



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BeitragThema: ?   Di Aug 21, 2007 2:23 am

Hallo Sabine,

du schilderst deine sehr personliche Situation, um dann zu erklären, dass du urplötzlich Politik machen willst. Dann gefällt es dir nicht und du gibst Empfehlungen, wie wir das machen sollen - ungeachtet eines Fünktchens Respekt und Toleranz gegenüber anderen Frauenleben. Ich kann nur spekulieren, was dich stört, bitte erläutere es mir. Was waren deine Erwartungen und wie bist du darauf gekommen, nach dem Abitur deines Kindes auf einmal Politik machen zu wollen? Warum nie vorher? Wie kamst du auf LISA?

Grüße, Kersten
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Sabine.Koernig



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BeitragThema: Typisches Geschwätz   Di Aug 21, 2007 10:02 pm

Statt Handeln, Entscheiden, MACHEN, MACHEN und NOCHMAL MACHEN ist es für Frauengruppen typisch, nach Hintergrund und Vordergrund und sonst noch zu fragen. Wenn sie damit durch sind, schaffen sie ihre eigentliche politische Arbeit nicht mehr.

Männer arbeiten zielorientierter. Ich wünsche mir schnelle Umsetzungen von mehr Gendergerechtigkeit. Das lässt sich nur mit Männern gemeinsam schneller erreichen.

Die derzeitige Frauenpolitik schadet den schwächeren Frauen. Beispiel Frauenhaus. Angebliche Rechtfertigung für rein weibliche Besetzung und rein weibliche Führung: Frauen können erfahren, dass sie in ihrer Gewaltproblematik nicht alleine sind. Eine wirklich sinnvolle Erfahrung für Frauen in dieser Situation wäre, gewaltlose Männer, z.B. Sozialarbeiter kennen zu lernen, mit ihnen zu sprechen und so einen neuen Geschmack für Männer, die unterstützen, sie akzeptieren usw. zu finden. Solche wirklich sinnvollen Erfahrungen für die Zukunft werden ihnen durch die Ausgrenzung von Männern vorenthalten. Meistens ist es dann so, dass sie sich bald den nächsten Schläger angeln, so dass Frauenhäuser ihre Berechtigung behalten. Geschmack, Erwartungen, Erkennen und Finden von Möglichkeiten benötigt entsprechende Erfahrung, nicht Geschwätz.

LISA rechtfertigt sich selbst mit faulen Argumenten. Genderpolitik lässt sich besser mit Männern gemeinsam machen.
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ConnySeltmann



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BeitragThema: im Frauenhaus Männer???   Mi Aug 22, 2007 5:55 pm

Sabine.Koernig schrieb:
Statt Handeln, Entscheiden, MACHEN, MACHEN und NOCHMAL MACHEN ist es für Frauengruppen typisch, nach Hintergrund und Vordergrund und sonst noch zu fragen. Wenn sie damit durch sind, schaffen sie ihre eigentliche politische Arbeit nicht mehr.

Männer arbeiten zielorientierter. Ich wünsche mir schnelle Umsetzungen von mehr Gendergerechtigkeit. Das lässt sich nur mit Männern gemeinsam schneller erreichen.

Die derzeitige Frauenpolitik schadet den schwächeren Frauen. Beispiel Frauenhaus. Angebliche Rechtfertigung für rein weibliche Besetzung und rein weibliche Führung: Frauen können erfahren, dass sie in ihrer Gewaltproblematik nicht alleine sind. Eine wirklich sinnvolle Erfahrung für Frauen in dieser Situation wäre, gewaltlose Männer, z.B. Sozialarbeiter kennen zu lernen, mit ihnen zu sprechen und so einen neuen Geschmack für Männer, die unterstützen, sie akzeptieren usw. zu finden. Solche wirklich sinnvollen Erfahrungen für die Zukunft werden ihnen durch die Ausgrenzung von Männern vorenthalten. Meistens ist es dann so, dass sie sich bald den nächsten Schläger angeln, so dass Frauenhäuser ihre Berechtigung behalten. Geschmack, Erwartungen, Erkennen und Finden von Möglichkeiten benötigt entsprechende Erfahrung, nicht Geschwätz.

LISA rechtfertigt sich selbst mit faulen Argumenten. Genderpolitik lässt sich besser mit Männern gemeinsam machen.

Sehr geehrte Frau Körnig,

mir fehlen die Worte- wissen Sie eigentlich, wovon Sie hier reden?

Ein Frauenhaus ist (und muss es auch unbedingt bleiben!!!) ein Schutzraum FÜR Frauen.

Da haben Männer nichts zu suchen- das schreibt Ihnen eine betroffene Frau (die mittlerweile mitnichten mit einem Schläger, sondern einem tollen, liebenswerten Mann zusammenlebt!!!).

Ich habe selbst erlebt, was es in mir ausgelöst hat, als ein Mann (ein Handwerker) das Frauenhaus betrat- in dem Moment hilft es überhaupt nicht, von den tollen Erfahrungen mit diesem doch so guten Menschen zu reden oder vorzuführen- das braucht Zeit, und zwar nicht IM Frauenhaus, in welches Frauen nach extrem bedrohlichen Situationen flüchten, sondern in anderen Zusammenhängen.

C. Seltmann
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Sabine.Koernig



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BeitragThema: Ich habe auch viel erlebt...   Do Aug 23, 2007 12:40 am

und darum plädiere ich für parätisch bewohnte und geführte Zufluchtshäuser bzw. Zukunftshäuser.

Grüße

Sabine Körnig
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Rote Nelke



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BeitragThema: Mit oder ohne Männer?   Do Aug 23, 2007 9:19 am

Hi zusammen,

ich finde den Streit ob mit oder ohne Männer ziemlich skuril. Vielleicht liegt das daran, dass ich als Gewerkschafterin in der IG Druck und Papier sozialisiert bin, der zu dreiviertel Männer angehörten. Ich habe mit ihnen zusammen gearbeitet, gekämpft, gefeiert. Ich finde es völlig richtig, dass Frauen unter sich sein können, sowohl in Diskussionen, vor allem aber in Momenten, wo sie in seelischer Not sind, die von einem Mann verursacht wurde. Dass das kein Dauerzustand sein sollte, wird glaube ich auch nicht bestritten. Wir brauchen aber vorübergehend und regelmäßig sehr wohl geschützte Räume wie Frauenhäuser (und autonome Diskussions- und Arbeitsstrukturen) - leider!

Dem widerspricht es nicht, dass wir Frauen nur gemeinsam mit den Männern eine erfolgreiche Geschlechterpolitik machen können. Feministisch zu sein heißt doch nicht "gegen Männer", sondern aus einer eigenen spezifischen Sichtweise heraus Position beziehen. Ich behaupte, dass vielen Frauen diese Sicht völlig abdressiert wurde, weil sie sich über Männer definieren, was für ein Wunder, weil sie nie gelernt haben, einen Blick von ihrem Subjekt heraus auf die Welt - und auch in sich hinein - zu werfen.

Grüße, Kersten
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Sabine.Koernig



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BeitragThema: Frauen schaffen unter sich nichts   Do Aug 23, 2007 10:30 am

Hallo Kersten,

der Arbeit der letzten 30 Jahre von Frauengruppen ist ein so schlechtes Zeugnis auszustellen, dass diese sofort reformiert werden muß.

Da viele Männer bereit sind, an der Gendergerechtigkeit zu arbeiten (auch im Eigeninteresse natürlich) sind sie sofort zu beteiligen. Vor allen Dingen zum Vorteil der Frauen, die bis heute unter Genderdiskriminierung leiden, weil Frauen nichts geschafft haben. Auch Widerstreit und Kritik gehören zu einer vernünftigen Arbeit. Darauf haben sich Frauengruppen nicht eingelassen. Sie haben andersdenkende Frauen überwiegend weggeekelt. Hör dich bitte mal um, wie sich Frauen äußern, die bei LISA nicht mitmachen, ab sonst in der Politik präsent sind. Darüber hinaus können Frauen private Gruppen gründen wie sie wollen. Männer auch.
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Rote Nelke



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BeitragThema: Re: Im Jahr 2007 ist Gender- nicht Frauenpoltik notwendig   Fr Aug 24, 2007 10:53 pm

Sabine.Koernig schrieb:


der Arbeit der letzten 30 Jahre von Frauengruppen ist ein so schlechtes Zeugnis auszustellen, dass diese sofort reformiert werden muß.

....

Darüber hinaus können Frauen private Gruppen gründen wie sie wollen. Männer auch.

Hallo Sabine,
ich kann deine erste Behauptung nicht nachvollziehen. Woher nimmst du diese Erkenntnis? Zum zweiten: Einen Häkel- und Strickclub beim Kaffeekränzchen fände ich ziemlich ineffektiv. Frauen brauchen eigene autonome Strukturen mit politischem Einfluss. Das widerspricht nicht, dass wir nur gemeinsam mit Männern frauenpolitische Ziele durchsetzen können.
Viele Grüße, Kersten
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Sabine.Koernig



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BeitragThema: Bestandsaufnahme:   So Aug 26, 2007 9:34 pm

Wenn bestritten wird, dass der Arbeit der Frauengruppen der letzten 30 Jahre ein schlechtes Zeugnis auszustellen ist, dann frage ich umgekehrt,

Was haben die Frauengruppen für die Frauen in der Gesellschaft denn geschafft?

Ich sehe nur, dass Frauen jetzt als HartzIV-Frauen Zwangsarbeit bis 67 Jahre leisten müssen. Die vorgezogene Rente ist weg.

Haushaltsfreibeträge für alleinerziehende Eltern, die meistens Mütter sind, sind abgeschafft worden.

Die Situation der Frau hat sich doch verschlechtert.

Welche Verbesserungen habt ihr also veranlasst, die ich nicht erkenne?
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Rote Nelke



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BeitragThema: Re: Im Jahr 2007 ist Gender- nicht Frauenpoltik notwendig   Mi Aug 29, 2007 3:50 pm

Sabine.Koernig schrieb:

Welche Verbesserungen habt ihr also veranlasst, die ich nicht erkenne?


Liebe Sabine,
wenn wir die Macht gehabt hätten, wären viele Verschelchterungen nicht geschehen. Du kannst daran teilnehmen, dich mit uns für eine bessere Gesellschaft einzusetzen. Ich kann für mich sagen, dass ich mich außerhalb eines Zusammenschlusses von Frauen isoliert fühlen würde.

Viele Grüße, Kersten
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Sabine.Koernig



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BeitragThema: Also definitiv habt ihr Verschlechterungen erreicht...   Do Aug 30, 2007 11:15 pm

Andere Interessengruppen sind auch nicht an der Macht und haben trotzdem Verbesserungen erreicht.

Nimm nur die Nichtraucher.

Vergleich ganze einfach mal, was schwule Männer für sich erreicht haben und wie es lesbischen Frauen geht.

Hier ist definitiv der Wurm drin. Arbeit, die nichts bringt, lässt man sein zugunsten von sinnvollen Engagements.

Mit euch ist das ungefähr so, als würde ich versuchen in meinem Garten Bananen anzubauen. Dafür habe ich nicht das Klima und das hierfür passende Klima werde ich - egal wie ich mich anstrenge - nicht bekommen. Es ist keine Alternative, weil zu teuer, hier bei mir im Garten dafür energiereiche künstlichere Zuchtstätten wie Gewächshäuser zu installieren.
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ConniM



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BeitragThema: Strukturen für Frauen sind notwendig   Fr Aug 31, 2007 4:39 pm

Meine Erfahrungen zeigen mir immer wieder, wie wichtig Strukturen für Frauen und zwar nur für Frauen in poltischen Organisationen sind. Ohne diese Möglichkeiten sind bestimmte Themen und Fragen gar nicht zu diskutieren.
Das soll nicht heißen, dass nicht beide Geschlechter gemeinsam die poltischen Veränderungen erstreiten und leben müssen.
Die Struktur (LISA, Frauenforen... was auch immer) hat doch aber gar nichts mit der zu wählenden Handlungsweise zu tun.
Deine Beiträge (Sabine) empfinde ich als zornig, wenig wertschätzend, verletzt wie verletzend. Scheint ja kein schönes LISA Treffe gewesen zu sein. Ich habe am 17.6. mich mit meinem Beitritt in die Linke entschieden in einer politischen Partei aktiv zu werden. Viele Jahre habe ich ohne Organisation dort Politik gemacht wo ich gewirkt habe (Elternvertretung, Gewerkschaft, als Beraterin..). Ich bin sehr optimistisch zum ersten Kreistreffen gegangen. Kann leider die Erfahrungen von Conny S. bestätigen. Die Qootierung war schon gescheitert, bevor die Wahlen überhaupt begonnen haben.
Ich habe mich dann, u nicht ur die Klappe aufzreißen, in eine Vorstandsfunktion wählen lassen. obwohl mir immer wieder erstaunliche Durchsetungsfähigkeit bestätgigt wird und ich asserdem theoretische wie praktische Erfahrungen in politischen Prozessen habe, werde ich diese Entscheidung bald rückgängig machen.
In diesen Strukturen frauenpoltisch etwas zu bewegen - da baue ich tatsächlich eher in Schleswig-Holstein Bananen an. Vielleicht schreibe ich ein lustiges Buch über Männer in der Politik, Hahnenkämpfe, Namedropping, Seilschaften, Wichtigkeiten, wahlkämpfe und die Verhinderung praktischer Politik und das Abschrecken frauenpolitisch denkender Menschen.
Sabine, mir fällt es sehr schwer zu den von dir geschriebenen Punkten direkt zu arguentieren.
Ich glaube, es liegt daran, dass ich den Eindruck habe, dass du vorrangig moralisch und auf einer persönlichen Ebene sprichst. Dabei wirfst du viele verschiedene Themen in den Raum ohne tatsächlich über sie zu sprechen. dadurch verstehe ich dirch irgendwie nicht und fühle mich aber provoziert. Vielleicht ist das ja der Sinn?
Ich habe deshalb auch sehr lange überlegt ob es sich lohnt zu antworten bzw. einen Beitrag zu schreiben.
An dich habe ich die Fragen:
worin liegt für dich der Unterschied zwischen Handeln und Machen? und wieso kann es ein Machen ohne vorherige Entschidung geben?
Warum arbeiten Männer zielorentierter? Ist das eine biologische, genetische Ursache? (ich kenne übrigens keinen Mann der zielorientierter als ich arbeitet, na ja vielleicht 2-3. Dafür sind mir viele begegnet, die gnadenloser im Selbst vorgegangen sind, ohne das drumherum belastend zu spüren).
Kersten hat es, finde ich auf den Punkt gebracht. Dieser Streit ob mit oder gegen Männer ist doch skurril. Es geht doch wirklich nicht um Poltik gegen Männer, sondern um Strukturen in denen Frauen eigene spezifische Sichtweisen diskutieren, erarbeiteen können - überhaupt Platz haben- und dann in eine gemeinsame Politik einfließen können.
Abschließend: LISA muss als Struktur erhalten bleiben und entwickelt werden. Auch, wenn ich es gut fände, meine Beobachtungen über männlich dominierte Politikstrukturen gehörten der Vergangenheit an.
Es grüßt Conni
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frigga



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BeitragThema: antwort an conniem   So Sep 02, 2007 3:07 pm

liebe connie und damit auch an sabine
es ging mir wie connie, ich wollte auf jedes wort von dir sabine antworten und stellte fest, ich muss 40 jahre politik zusamenfassen, dafür hatte ich keine zeit, lust, freude . -
aber an connie unbedingt nicht sogleich wieder von deinem posten zurücktreten, obwohl die strukuren extrem lähmend, bürokratisch udn nichtig sind. männlich insofern, als immer irgendetwas wichtiger und pompöser, festhaltend, seilschaftenartig usw. ist, als notwendig. es wird dies aber auch von frauen gestützt, das macht es noch schwieriger.

aber auf der esslinger arbeitstagung wollen wir ja versuchen politisch handlungsfähiger zu werden und damit sogleich die linke näher an eine partei bringen, in denen feminismus zuhause sein könnte - mal sehen
schon in den nächsten tagen geben wir alle daten und möglichkeiten der einmischung etc ins forum - tut mir leid, dass es so lange so dunkel aussah, auch dies ein effekt der strukturen, keine absicht
herzlich frigga

die tagung wird vom 9.-11.11. sein.
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BeitragThema: zu Sabine Körnig   Mi Dez 19, 2007 2:48 pm

das Gefühl, dass sabine nur provozieren will, ist glaube ich richtig. Sie hält es auch ungeachtet aller Argumente durch. Sobald sie mit einem Argument konfrontiert wird, springt sie zu einem neuen Thema.

Warum ich mich dazu äussere? Weil Sabine Körnig in der linken kein Einzelfall ist sondern für eine bestimmte Frauengruppe reräsentativ. Genderpolitik wird wahlweise als positives oder Gegenargument benutzt.

Im Unterschied zu Sabine, die ihre Erfahrungen in Frauenzusammenhängen anscheinend an einer Erfahrung fest macht, ist meine Einschätzung, dass die Frauenbewegung zu den erfolgreichsten Bewegungen der BRD und der nördlichen Welt gehört. Auch die von ihr zitierten Erfolge der Schwulenbewegung sind ohne die Frauenbewegung und ihr "das persönliche ist politisch" schwer vorstellbar. Wir haben einen unglaublichen Einfluss auf die Veränderung unserer Lebensweise gehabt, auf moralvorstellungen, auf Werte.., Gesetze wurden geändert (Gleichstellung unehelich geborener kinder, § 218, BGB ...) und das alles gegen erbitterten Widerstand. und die von ihr zitierte Geschlechter oder Genderpolitik ist Ergebnis und - wie sie selber so plastisch vorführt - oft auch Gegenpol zu feministischer Politik. Sie ist dann Gegenpol feministischer Politik, wenn sie sich selbst gegen den Feminismus in stellung bringt. Sie ist andererseits nur als emanzipatorische Strategie möglich, wenn sie sich politisch auf den feminismus gründet.

Liebe Sabine Körtig,

wenn der Feminismus so unwirksam wäre wie Sie wortreich mitteilen, müssten Sie sich gar nicht um ihn kümmern. Das Problem ist, dass sie seine Wirksamkeit fürchten. Aber was genau fürchten Sie daran?

Christel Buchinger
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BeitragThema: Re: Im Jahr 2007 ist Gender- nicht Frauenpoltik notwendig   Heute um 10:11 pm

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