Bischof Mixa gilt als Opus Dei Mitglied, mindestens aber als Sympatisant. Und aus dieser Ecke kommt ein weiterer Unterstützer von Christa Müller, Jürgen Liminski. Seine Bücher erscheinen im gleichen Verlag wie Christa Müllers „Dein Kind will dich!“, nämlich im St. Ulrich Verlag, ein. Er gehört zur Augsburger Diözese und die politische Ausrichtung ist am Verlagsprogramm ablesbar.
Liminiski ist eines der wenigen Opus Dei Mitglieder, das sich offen zu seiner Mitgliedschaft bekennt. Er wirft der Bundesregierung schlicht Heuchelei in seinem neuen Buch „Die verratene Familie. Politik ohne Zukunft“ vor, das kürzlich ebenso im Augsburger Sankt Ulrich Verlag erschienen ist.
Er ist Vater von 10 Kindern, seine Frau hat bereits 1998 das Erziehungsgehalt gefordert und sich dabei auf Papst Johannes Paul II. bezogen.
„Und in seinem Brief an die Familien vom 2. Februar 1994 schreibt er: „Die Mühen der Frau, die, nachdem sie ein Kind zur Welt gebracht hat, dieses nährt und pflegt und sich besonders in den ersten Jahren um seine Erziehung kümmert, sind so groß, dass sie den Vergleich mit keiner Berufsarbeit zu fürchten braucht. Das wird klar anerkannt und nicht weniger geltend gemacht als jedes andere mit der Arbeit verbundene Recht. Die Mutterschaft und all das, was sie an Mühen mit sich bringt, muss auch eine ökonomische Anerkennung erhalten, die wenigstens der anderer Arbeiten entspricht, von denen die Erhaltung der Familie in einer derart heiklen Phase ihrer Existenz abhängt.“
Zitiert nach: Martine Liminski, Die Zeit für ein Erziehungsgehalt ist reif Die globale Kulturrevolution von heute, die Arbeit und die Familie in „Der Fels“ Nr. 7/8, 1998
Und weiter an gleicher Stelle Martine Liminski:
„Ich zitiere diese Stelle, weil sich hinter ihr ein wirklich revolutionäres Programm verbirgt. Ein finanzieller Erziehungslohn für Mütter, wofür der Papst hier eintritt, wäre ein Hebel, ein Instrument für eine wirkliche Strukturreform der Gesellschaft. Die sogenannte Gerechtigkeitslücke zwischen Familien mit Kindern und den bewusst Kinderlosen würde halbwegs geschlossen, die Leistung der Mütter würde anerkannt, es gäbe Renten für eine Lebensleistung statt Rosen zum Muttertag. Renten statt Rosen, so lautet bezeichnenderweise auch der Slogan der Hausfrauengewerkschaft. Nichts gegen Rosen, aber davon wird keiner satt. Auch die Gesellschaft insgesamt nicht. Ein Erziehungsgehalt hätte außerdem Folgen für den Arbeitsmarkt und es
würde helfen, der Verwahrlosung so vieler Kinder und Jugendlicher gegenzusteuern, es würde helfen, die Gewaltbereitschaft unter den Jugendlichen zu reduzieren, es würde dazu beitragen, die Solidarität unter den Generationen zu beleben und zu festigen, es würde die Familien stärken und damit auch die Gesellschaft. Eine starke Nation, hat Johannes Paul II. 1995 vor der UNO gesagt, „eine starke Nation besteht immer aus starken Familien“.
„..Die Arbeit, jede Arbeit schafft einen Mehrwert des Humanum, vergrößert das Humanvermögen einer Gesellschaft. Aber nicht jede Arbeit wird honoriert. Am wenigsten die Arbeit, die am meisten Humanvermögen schafft - die Erziehungsarbeit. Eine Aufwertung der Erziehungsarbeit tut not. Daher muss die Kulturrevolution im globalen Dorf an der Familie ansetzen, wenn sie gutenden soll.“
Martine Liminiski fordert also schon 1998 das Erziehungsgehalt. Sie ist 10fache Mutter und Ehefrau von Jürgen Liminski, bekennendes Mitglied des Opus Dei (http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/manuskript/050421_liminski.pdf) im wdr 5 morgenencho vom 21.042005
Jürgen Liminski meint wie die Saar-Linke „Es geht nur um den Arbeitsmarkt“...
„...die meisten Familienmenschen können rechnen. Und sie wissen mittlerweile, dass der familienpolitische Diskurs in Deutschland sich in den vergangenen zwei Jahren auf die Krippenfrage verengt hat und somit anzeigt, dass es der schwarz-roten ebenso wie der rot-grünen Regierung nicht um die Familie, sondern um den Arbeitsmarkt und insbesondere die Interessen der Wirtschaft geht.“ Und „Der Augsburger Bischof Walter Mixa traf den Nagel auf den Kopf, als er auf dem Kongress der Paneuropa-Union von Bayern am Wochenende in Augsburg sagte: „Frau von der Leyen geht es darum, Frauen als Reserve für die Industrie zu rekrutieren“.
http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=36470(Bei diesem Kongress sass auch Christa Müller im Podium.)
Er beschreibt:
"Familienpolitik in Deutschland ist eine Geschichte des Verrats an den Familien,
weil die Urteile des Bundesverfassungsgerichts seit Jahrzehnten nicht umgesetzt werden („Wir leben im permanenten Verfassungsbruch“ sagt Paul Kirchhof),
weil man Familien und Wählervolk mit dem Elterngeld blendet; es begünstigt die doppelt Erwerbstätigen Akademikerpaare auf Kosten der Geringverdiener,
weil die Große Koalition den Familien mit der Streichung der Eigenheimzulage, dem Wegfall von zwei Jahren Kindergeld, der Kürzung der Pendlerpauschale und der Erhöhung der Verbrauchssteuern mehr als zehn Milliarden Euro aus der Tasche zieht und sich mit den 1,5 Millionen Euro für das Elterngeld brüstet,
weil die völlig einseitige Konzentration auf den Ausbau des Krippensystems nicht den Bedürfnissen und Wünschen der Familien entspricht, sondern der Wirtschaft und der Politik dient;
weil so viel Krippen gar nicht gebraucht und damit die jungen Mütter in die Betriebe gedrängt werden sollen, statt ihnen wirkliche Wahlfreiheit zu bieten. Denn junge Mütter sind gut ausgebildet, um rund 20 Prozent preiswerter als männliche Kollegen und wenn sie Kinder haben auch verantwortungsbewusster und oft bescheidener, was sie gefügiger macht gegenüber den Anforderungen des Betriebs (weniger Fluktuation, keine übermäßigen Lohnforderungen);
weil das Existenzminimum nicht steuerfrei ist, die Politik deshalb an den Eltern verdient und dennoch so tut, als fördere sie die Familien. Die ganzen Berechnungen und addierten Leistungen sind Nebelkerzen. Mehr als zwei Drittel dieser Leistungen werden von den Familien selbst finanziert.
Es ist Verrat, weil die maßgebende Politik eine Stimmung im Land fördert, die der Erwerbsarbeit absoluten Vorrang einräumt vor der Familienarbeit, obwohl Pflege und Erziehung sich mit Personen, Erwerbsarbeit aber vorwiegend mit Produktionen befasst. Materialismus vor Menschlichkeit – das ist der kalte Hauch der DDR;
Es ist Verrat, weil Frauen, die sich in den ersten Jahren für die Erziehung ihrer Kinder entscheiden, von rot-grünen Politikern und Medien als Nur-Hausfrau oder Heimchen am Herd etwa diskriminiert und pauschal als unfähig gebrandmarkt werden (der Flachbildschirm ist noch die milde Variante des Generalverdachts, vor der Glotze oder in der Kneipe geht es erst richtig los, da „versaufen“ Eltern das wertvolle Betreuungsgeld);
Familienpolitik in Deutschland ist ferner eine Geschichte des Verrats an den Familien, weil die überwältigenden Ergebnisse der Entwicklungspsychologie sowie der Hirn- und Bindungsforschung, die dringend eine ständig liebevolle Zuwendung in den ersten Jahren empfehlen (Krippenerziehung ist Risikoerziehung), systematisch verdrängt und von ideologisch geprägten Kleinstudien und Umfragen verzerrt werden;
weil acht von zehn Paaren in Ehe und drei von vier Kindern bei ihren leiblichen Eltern leben, Politik und Medien sich dennoch vorwiegend mit Randgruppen befassen und so tun, als bestehe die Gesellschaft nur noch aus solchen Lebensformen (die in der Tat der Welt des politisch-medialen Establishments entsprechen und die man verallgemeinern will).
Freundschaft, Intimität, Geborgenheit, Liebe – aus solchen Bändern des Herzens wird der Kranz der Familie geflochten. Dass das eine oder andere Band mal reißt, wer will darüber richten? Nur: Wenn alle Bänder reißen, richtet sich die Gesellschaft zugrunde. An der Familie liegt es nicht. Im Gegenteil, sie, der „natürliche und fundamentale Kern“ der Gesellschaft, wie es in der Allgemeinen Menschenrechtserklärung heißt, sie könnte auch diese vom Virus des Individualismus bis aufs Mark geschwächte Gesellschaft retten – wenn man sie nur ließe, wenn man den permanenten Verrat nur beendete. Es reichte, wenn die Politik in diesem Land den Familien Leistungsgerechtigkeit angedeihen ließe, das politisch-mediale Establishment ihnen solche Rahmenbedingungen gönnte und Einzelfälle nicht so oft in einen Generalverdacht gegenüber Eltern und Familien ummünzte, wenn der Staat sich soweit wie möglich zurückhielte und, wie es James Graf von Moltke noch im Widerstand formulierte, seine „wesentliche Aufgabe, nämlich dem Einzelnen die Freiheit zu verschaffen“ erfüllte und Ehe und Familie wirklich den „besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ (Artikel 6, GG) erführen. Das reichte für eine solidarische und freiheitliche Gesellschaft. Zur Liebe finden die Familien allein."
(http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=36470)
Hört sich das nicht an wie der Vorschlag der LAG Familienpolitik in der Linken.Saar?
LIMINSKI veröffentlicht gerne in der Jungen Freiheit, einer den Neonazis nahe stehenden Zeitung, die wiederum ihrerseits das Familiennetzwerk gerne zitiert.
Siehe
http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/?p=236"Taktischer Schwenk Familienpolitik: Warum der Ministerin nicht zu trauen ist von Jürgen Liminski (© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. 46/07 09. November 2007 )
„Wenn Minister der Großen Koalition klein beigeben, dann sollte man auf das noch kleiner Gedruckte in den Gesetzestexten achten. Das ist besonders bei Frau von der Leyen geboten. Ihr Schwenk in Sachen Betreuungsgeld könnte sich als taktischer Zug oder auch, etwas deutlicher gesagt, als Betrugsmanöver entpuppen.“
Vervollständigen wir das Bild: zu dem Familien-Netzwerk gehören noch die Pan-Europa-Union, die sich dadurch auszeichnet, dass sie ultrarechts aber nicht völkisch ist. Christa Müller hatte keine Scheu, auf einer Veranstaltung der Paneuropa Union aufzutreten:
Programm
Samstag, 28. Juli 2007
...
11.00 h Eröffnung des Kongresses
Dr. Dirk Hermann Voß, Landesvorsitzender der Paneuropa-Union Bayern
Frank Gübner, Landesvorsitzender der Paneuropa-Jugend Bayern
11.30 h „Familiengerechte Arbeit statt arbeitsgerechter Familien“
S. E. Bischof Dr. Walter Mixa Bischof von Augsburg und Militärbischof der Deutschen Bundeswehr
...
14.00 h „Priorität für Eltern und Kinder – Anforderungen an eine Familienpolitik der Zukunft“
Johannes Singhammer MdB, Familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
15.30 h „Die Familien stärken – das Erziehungsgehalt für alle“
Christa Müller Familienpolitische Sprecherin „Der Linken“ im Saarland
..
17.00 h „Familiennetzwerk Deutschland - Eine Lobby für Familien“
Maria Steuer, Kinderärztin und Familientherapeutin, Vorsitzende des Familiennetzwerkes Deutschland
Als Unterstützerin des Familiennetzwerks sowie von „Christen für das Leben“, einer sog. „Lebensschützerorganisation“, taucht Eva Herman auf, weitere VertreterInnen eines neokonservativen Familienbilds finden wir im Umfeld von Liminskis „Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V.“ bei dem er selbst die Geschäfte führt
Dort im Vorstand sind
Dr. Mario Graf von Matuschka (Beisitzer)
Weitere Mitglieder u.a.
Prof. Dr. Hans-Werner Sinn
Prof. Dr. Paul Kirchhof, ebenfalls dem Opus Dei nahe stehend und Berater von Merkel und Koch
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis
Dr. Michael Inacker
Karl Heinz van Lier
Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels Dominikanerpater und Prof. in Trier
Peter Hahne
Miodrag Soric
Über diese Herrschaft steht erhellendes in claudia Pinls Buch.....Titel muss ich noch raussuchen...
Christel Buchinger